Infos über die Gesundheit!

Leider kommt es immer wieder mal vor, wie bei allen anderen Hunderassen auch, dass ein Bobtail mit unterschiedlichen Krankheiten konfrontiert wird. Hierzu gehören insbesondere die Hüften, die Ellbogen, das Gehör und auch die Augen. Diverse Gendefekte verursachen aber auch z. Bsp. eine allergische Reaktion bei der Einnahme von Medikamenten (MDR1) oder können Lungen-und Atemwegserkrankungen (PCD) hervorrufen.

Achten Sie bitte beim Kauf eines Hundes darauf, aus welcher Verpaarung Ihr neuer Welpe stammen soll und ob die Elterntiere ausreichend getestet sind. Ein guter Züchter gibt Ihnen bestimmt gerne über diese Tests Auskünfte bevor er Ihnen einen Welpen verkauft.

Nachfolgend möchten wir Ihnen hier einen kurzen Überblick über die Problematik „Gesundheit“ unserer Lieblinge verschaffen.

Wir haben einige externe Links für Sie zusammen gestellt, können aber keine Garantie für die Vollständigkeit übernehmen. Wir hoffen trotzdem, Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg geben zu können. Informieren Sie sich bitte selbst umfangreich, wenn ein Welpenkauf ansteht.

Worauf ist zu achten?

HD = Hüftgelenksdysplasie

Die Hüftdysplasie oder Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Betroffen sind sämtliche Hunderassen, wobei großwüchsige Rassen das Krankheitsbild besonders häufig ausbilden. Erstmals diagnostiziert wurde sie am Deutschen Schäferhund und wird daher fälschlicherweise hauptsächlich mit dieser Rasse in Verbindung gebracht, obwohl mittlerweile andere Rassen stärker betroffen sind.

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ED = Ellbogendysplasie

Die Ellbogendysplasie (ED) ist ein chronisch verlaufender Krankheitskomplex des Ellbogengelenks schnellwüchsiger Hunderassen. Die ED stellt eine vererbte Entwicklungsstörung des wachsenden Skeletts dar. Hohes Körpermassewachstum und Fütterungsfehler sind weitere begünstigende (prädisponierende) Faktoren. Die ED beginnt in der späten Wachstumsphase bei vier bis acht Monate alten Jungtieren mit einer schmerzhaften Veränderung des Gelenks und der gelenkbildenden Knochenteile (Osteoarthrose) mit Lahmheit. Der Bewegungsumfang des Ellbogengelenks ist eingeschränkt. Frühzeichen sind Steifigkeit am Morgen oder nach Ruhepausen. Die Krankheit schreitet lebenslang fort und ist nicht heilbar, eine weitgehende Schmerzfreiheit kann aber in vielen Fällen erreicht werden.

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Taubheit = Audiometrische Untersuchung

Angeborene Taubheit bei Hunden und Katzen findet man meistens in der erblichen, sensoneuralen Form in Verbindung mit Genen der Weiß-Pigmentierung, aber auch Formen der erworbenen Taubheit sind möglich. Das größte Vorkommen findet man bei weißen Katzen, besonders bei denen mit blauen Augen, beim Dalmatiner und in gewissen Ausmaßen auch bei vielen anderen Hunderassen. Diese Taubheit entsteht durch eine Degeneration der Blutversorgung der Cochlea (= Gehörgangschnecke) im Alter von etwa drei bis 4 Wochen, wahrscheinlich durch Unterdrückung von Melanozyten durch die weißen (Katze) bzw. Merle- oder Scheckungs-Gene (Hund). Der Mechanismus der Vererbung bei den meisten Rassen ist nicht eindeutig. Mit solchen Tieren sollte aber nicht gezüchtet werden.

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Katarakt = Grauer Star

Der Graue Star oder Katarakt bezeichnet jede Trübung der Linse im Auge. Diese kann klein und unbedeutend sein aber auch in solchem Ausmaß bestehen, dass das Sehen beeinträchtigt wird. Entzündungen, Diabetes mellitus, Verletzungen, Vergiftungen und vor allem erbliche Faktoren können dafür verantwortlich sein. Meistens sind Hunde betroffen aber auch bei Katzen kommt der Graue Star vor.


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MDR1 = Medikamentenüberempfndlichkeit

Der MDR1-Defekt ist ein Defekt im MDR1-Gen, der bei einigen Hunderassen verbreitet ist. Dadurch kommt es zu einer mangelhaften oder fehlenden Synthese eines bestimmten Proteins (P-Glykoprotein, P-gp), welches ein wichtiger Bestandteil der Blut-Hirn-Schranke ist, was zu einer Überempfindlichkeit gegenüber manchen Arzneimitteln führt. Urheber dieses Defektes ist wahrscheinlich ein einziger Hund, der etwa Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt hat und maßgeblich an der Entstehung und Festigung der Rasse Collie beteiligt war. Daher lässt sich dieser Defekt bei Hunderassen finden, die nachweisbar mit dem Collie verwandt sind.

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PCD = Lungenkrankheit

PCD (Primary Ciliary Dyskinesia) wird umgangssprachlich auch Hunde-Rhinitis oder früher ICS (Immotiles Cilia Syndrom) genannt und ist ein in den letzten Jahren immer häufiger auftretender genetischer Defekt bei vielen Hunden. Inzwischen wird von mehr als 19 betroffenen Rassen berichtet! Mittlerweile kommt dieser Defekt auch beim Bobtail in verschiedenen europäischen Linien vor.

Elterntiere, die diese Krankheit vererben, sind selbst meist gesund und völlig unauffällig. Wenn in einem Wurf ein Welpe auftritt, der nachweislich PCD hat, weiß man, dass beide Elterntiere Träger des Gendefektes sind und die beiden Eltern diesem Welpen das jeweils kranke Gen mitgegeben haben (autosomal rezessiver Erbgang). Jeder gesunde Welpe dieses Wurfes kann theoretisch ebenfalls Träger des kranken Gens sein und es wiederum an seine Nachkommen weitergeben.

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